eBook Reader Test: Der Booken Cybook Opus für die Hosentasche – im Vergleich zum Booken Gen3
Autor: cai am 10. Dezember 2009Der eBook Reader Cybook Opus in meiner Hand – besser gesagt in meiner Hosentasche. Dafür ist er ja auch gemacht worden, also Booken wollte ein Gerät als Ergänzung zu ihrem eBook Reader Gen3 auf den Markt bringen – auch wenn der Opus nach Informationen von eBookReader-Vergleich.de nicht wirklich weniger kann als sein größeres Pendant. Lesen sie hier meinen Testbericht zum Booken Cybook Opus für die Hosentasche.

Der eBook Reader Cybook Opus
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Feines Design – Spartanische und funktionale Bedienung
Der einzige Unterschied: Mit den minimalen Maßen von 10 x 15 cm ist der Opus besonders portabel, dazu bietet er auch noch 1 GB Speicher (erweiterbar; Gen3: 512 MByte, ebenfalls erweiterbar). Und auch der Mini-Preis von knapp 200 Euro ist in Ordnung.
Auf den ersten Blick spricht mich das Design des Opus an. Er ist an den Kanten abgerundet, das Display ist fast so groß wie die Hülle, der Opus scheint gut verarbeitet. Bedient wird der Mini eBook Reader über ein Kontrollkreuz, eine Menütaste und eine Zurück-Taste. Spartanisch und funktional, kein Touchscreen, keine Tastatur, der eBook Reader Opus ist eben ausschließlich zum Lesen gemacht.
Dazu gibt es am linken Rand zwei weitere länglich gehaltene Mini-Knöpfe. Warum? Nicht um Lesezeichen zu setzen, sondern um Umzublättern. Ja, ich habe auch erst gebraucht, um das Prinzip zu verstehen, aber der Opus kann entweder im Hochformat oder im Breitformat zum Lesen von digitalen Inhalten benutzt werden.
Das funktioniert dank eines Lagensensors, auch wenn bereits hier das erste Problem aufgetreten ist. Aber dazu weiter unten, zunächst mehr über die technischen Features des eBook Reader Opus.
Auf dem eBook Reaer Opus kann nahezu jedes eBook Format angezeigt werden, also ePub-, Mobipocket. und pdf-Dateien. Dazu auch noch txt- und html-Dateien. Vielseitig. Besonders gefreut haben mich die vorinstallierten Klassiker – auch wenn die wenigsten auf deutsch waren.
Doch das ein oder andere Schmnakerl war aber sehr wohl dabei – und das auch noch kostenlos – wie Briefe von Kafka oder „Also sprach Zarathustra“ von Nietzsche. Eigentlich seltsam solch eine Literatur auf einem digitalen eBook Reader zu lesen, aber ich hab’s versucht.

Alt trifft modern: Der Cybok Opus eBook Reader
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Lagesensor einziges Manko beim Lesen – Lesegenuss wie auf gedrucktem Papier
Hier nun gleich zu dem angesprochenen Problem des Lagesensors beim Lesen von eBooks, der beim Drehen des Geräts auch den Text anpasst. Leider ist diese Technologie im Opus noch nicht zur vollen Zufriedenheit gelöst, es dauert einfach zu lange bis die neue Ansicht geladen ist. Bis dahin ist man bereits versucht, den eBook Reader Opus erneut zu drehen, aus Ungeduld.
Und schon ist auch der Opus verwirrt und lädt einige Zeit neu bis er die letzte Lage dann doch noch abbildet. Problematisch ist das vor allem, wenn man zwischen dem Lesen den eBook Reader in Gedanken weglegt und auf die Lage nicht besonders achtet.
Aber an und für sich werden eBooks auf dem Opus gut dargestellt und sind sehr gut lesbar. Der eInk-Bildschirm ist sehr angenehm, das Lesegefühl beinahe wie auf Papier. Auch die Helligkeit ist bei entsprechendem (auch schwachem) Umgebungslicht gut. So kann der digitale Roman als eBook auf dem eBook Reader Cybook Opus die tägliche U-Bahn-Fahrt eindeutig verschönern, weil verkürzen.
Zudem wiegt das Gerät nur knapp 100 Gramm und passt in jede noch so kleine Tasche. Dafür ist der Opus auch gemacht, zum Lesen zwischendurch. Und wenn man schnell aussteigen muss, heißt es nicht Eselsohren lang ziehen oder Lesezeichen suchen, sondern einfach in die Schutzhülle, dann in die Tasche stecken und gut is. Der eBook Reader Opus geht von alleine aus und bei erneutem Anschalten wird automatisch die letzte Stelle angezeigt. Von alleine verblättert sich in dem eBook nichts.
Fazit: Perfekt zum Lesen, schlecht zum Arbeiten – Und im Vergleich zum Gen3 eindeutig praktischer
Wer damit arbeiten will, wird aber einiges vermissen. Ich sagte gerade „Stelle“ und nicht „Seite“. Das ist schon ein weiteres Manko zu sehen. Die Seitenzahlangabe ist verwirrend, das Kafka-Buch hatte lediglich 19 Seiten, also 19. Mal digital umblättern bis zum Ende. Um zu erfahren, wo man sich im gedruckten Buch gerade befindet, muss man nach jedem Umblättern erst umständlich ganz nach unten scrollen. Dadurch haben auch visuelle Lerner, wie ich einer bin, Probleme.
Das hatte ja schon Thomas im letzten Blog angesprochen: Wer lernt, indem er sich merkt, wo auf der Buchseite etwas steht, kommt mit einem eBook nicht sehr weit – weil eine eBook Seite eben keine echte Buchseite ist und selten damit übereinstimmt. Weil der Opus so klein ist (5 Zoll-Bildschirm) ist dieses Problem natürlich größer als zum Beispiel beim Gen3 (6 Zoll-Bildschirm).
Und wie bei den meisten eBook Reader ist die Anzeige bei pdf-Dateien auch im Opus vollkommen verzogen. Zudem sind keinerlei Notizen im Buch anzubringen, zum Arbeiten ist der eBook Reader Opus also ungeeignet – aber eben auch nicht dafür gemacht.
Mein Fazit: Zum Lesen perfekt, weil sehr portabel und handlich und auch die Anzeige kann überzeugen – wenn man auf ePub- oder Mobipocket-Dateien setzt. Auch der Akku hat meinen Test gut überstanden. Erst nach einer Woche und drei konsumierten eBooks war Aufladen angesagt.
Im Vergleich zum Gen3 finde ich den Opus auch besser, der eBook Reader Booken Gen3 hat keine weiteren Funktionen, dafür aber einen kleineren internen Speicher und einen größeren und damit unhandlicheren Bildschirm. Zudem ist der Opus billiger als der Gen3.
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