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Ebookreader Sony PRS 505 im großen Test: Das Fazit des ersten Testers steht

Autor: cai am 30. Mai 2009
Mai30

Mehrere Wochen habe ich den Sony Ebookreder PRS 505 nun ausgiebig getestet, auf Reisen, im Uni-Alltag und zu Hause. Nun ist es Zeit, ein Fazit zu ziehen, um dem nächsten ebooker-on-tour die Möglichkeit zu geben, sich sein eigenes Bild von dem Gerät, das so viel verspricht, zu machen. Außerdem folgen in den nächsten Monaten weitere Testberichte zu den anderen gängigen eBook Readern.

Wenn ich mir die Bewertungen der vergangenen Wochen ansehe, fällt mir ganz klar auf, dass das Ergebnis durchwachsen ausfällt. Plus-Punkte gab es für folgende Benutzungsmöglichkeiten des Eookkreaders Sony PRS-505: Für die gute Qualität des e.ink-Bildschirmes, für die Möglichkeit, den Reader als Zwischenspeicher im Sinne eines USB-Stick zu nutzen, für die hohe Widerstandsfähigkeit und ebenso für die hohe Mobilität, gleich zwei Plus für die unfassbar lange Akkulaufzeit, und abschließend für die Möglichkeit MP3 abzuspielen und den Sony Ebookreader damit als Ersatz für den iPod zu verwenden. Damit stehen sieben starke Pluspunkte zu Buche.

Als negativ habe ich vor allem die mangelnde Nutzungsmöglichkeit zu Arbeitszwecken, wie die schlechte Abbildung von PDF-Dateien, die Unmöglichkeit der Darstellung von einfachen doc- oder odt-Dateien und den fehlenden Touch-Screen und jeder Notizfunktion empfunden. Auch das Fehlen eines Bildschirmlichts, die Unmöglichkeit zu zweit oder mit noch mehr Augen die elektronischen Buchseiten anzuschauen und die nicht-Lieferung eines herkömmlichen Ladegerätes für die Steckdose sind keine Kaufsempfehlung wert. Das sind acht Kritikpunkte.

Ohnehin kommt es nicht so sehr auf die einzelnen Funktionene des Readers bei einem möglichen Kauf an, sondern auf das Ziel des Käufers: Will er seine unzähligen Romane auf wenig Platz, seine Bücher vollkommen mobil und das lästige Zusatzgewicht immer bei sich haben und stets ein Blickfang für die neugierige und technikbegeisterte  Umgebung sein, heißt es sofort zugreifen. Will man jedoch arbeiten und benötigt eher ein Anzeigegerät im Stile eines Laptops nur kompakter, kann vom Sony Ebookreader nur abgeraten werden. In diesem Fall sollte man auf Nachfolgemodelle mit Touch-Screen, Markier- und Notizfunktion und der Möglichkeit zur Anzeige aller gängiger textformate in perfekter Qualität warten. denn das alles bietet der Sony Reader noch nicht.

Dennoch bin ich alles in allem kurz vor der Weitergabe des ersten Testgerätes durchaus zufriden. Ich habe von dem japanischen Produkt keine Wunder erwartet und empfand es als angenehm, die vielen neuen Möglichkeitendes ebook-Marktes mit dem PRS-505 auszuloten. Er ist der Debütant aus dem Hause Sony, gut verarbeitet, mit bestechender und reibunslos laufender Technik ausgestattet, klein, mobil, schnell, aber eben noch nicht ganz perfekt, weil mit zu wenigen Funktionen ausgestattet.

Schließlich muss der japanische Hersteller ja auch noch etwas für die Nachfolgeprodukte in der Hinterhand behalten, das den ebook-Markt dann doch noch revolutionieren könnte. Vielleicht kommt bald eine millimeterdünne elektronische Lesefolie im Sinne des rollbaren antiken Papyrus oder eine andere abgefahrene Idee auf den Markt. Ein solch revolutionäre Erfindung gelang Sony mit dem Ebookreader PRS-505 noch nicht. Aber immerhin ist der Anfang mit dem PRS 505 gemacht – und der ist gar nicht so schlecht.



Kategorie: Sony PRS 505

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