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Ectaco Jetbook: Akku, Augen und Notizen – Testbericht II

Autor: cai am 26. November 2009
November26

Inzwischen hat unser Tester Thomas den eBook Reader auf Herz und Nieren getestet. In seinem zweiten Testbericht geht es heute um Akkulaufzeit, Notizfunktion und die wichtige Frage: Wie gut ist das Lesen mit dem Ebook Reader für die Augen?

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Das Ectaco Jetbook: So klein wie ein gedrucktes Buch von Reclam

Voll aufs Auge: Komfortables Lesen auch ohne eInk-Display

Ich habe viel Freude am jetBook von ECTACO! Das Buch “Krankheit und Gesundung” von Erwin Reisner, das ich mir aus dem Netz heraus kopiert habe und nun als .rtf-Datei lese, ist sehr umfangreich. Als DinA4 in NeoOffice dargestellt zähle ich 324 Seiten. Diese Masse an Seiten erschiene mir unmöglich am Laptop zu lesen – nicht nur wegen der Strahlung.

Es gleicht in der Beanspruchung der Augen einem normalen Buch. Diesem gegenüber stelle ich sogar noch Vorteile fest. Wie schon gesagt kann ich das jetBook von ECTACO mitten im Lesen ausschalten und irgendwann wieder einschalten – um sofort an derselben Stelle weiterzulesen. Ich bin also weder auf Lesezeichen noch Seitenzahlen angewiesen. Zudem fällt das Umblättern der Seiten weg. Die entsprechende Funktion auf dem jetBook von ECTACO erschließt sich mir intuitiv. Will man eine bestimmte Passage abtippen – sofern man sie nicht einfach kopiert – braucht man sich keine Konstruktion überlegen wie bei Büchern, so dass die Seite nicht umschlägt, sondern legt einfach das jetBook von ECTACO dorthin, wo Platz ist, und tippt.

Umfassende Suchfunktion und Markierungen im Text

Zudem gibt es verschiedene Funktionen wie die Suche nach Wörtern und das Springen auf bestimmte Seiten. Ersteres, die Suchfunktion, konnte ich noch nicht nutzen, da mir nicht klar ist, wie ich die Ergebnisse abrufen kann. Leider enthält auch die Anleitung dazu keinen Hinweis, wie sie überhaupt sehr knapp gehalten ist. Das macht Sinn, sofern sich alle Anwendungen intuitiv erfassen lassen – wobei selbstverständlich zu bedenken ist, dass nicht jedermanns Intuition gleich geprägt und geschult sein kann.

Zudem kann ich Markierungen im Text setzen, auch wenn sich diese leider nicht benennen lassen. Vielleicht kann das die weite Version des jetBooks dann. Auch die Wörterbuch-Funktion ist einfach und schnell zu bedienen (die mitgelieferte Zusatz-Software habe ich noch nicht benutzt), auch wenn gerade die etwas weniger gängigen Begriffe wie “Obstipation” nicht erklärt werden. Es handelt sich eben um ein Wörterbuch und kein Fremdwörter- oder Synonymwörterbuch, was in Bezug auf Fachbücher sehr sinnvoll wäre.

Kleinere Nachteile: Ungewohnte Lese- und Lernerfahrung

Auch Nachteile sind zu nennen. Das jetBook von ECTACO funktioniert, keine Frage, aber es ist eben kein Buch. Erstens bedeutet das, dass ich weder unterstreichen noch kommentieren kann, wie ich es sonst bei eigenen Büchern gewohnt bin. Zweitens ist die Leseerfahrung eine andere, ungewohnte. Wenn ich mich bei einem normalen Buch an eine Stelle erinnere, habe ich sofort einen Gesamteindruck der entsprechenden Seite oder zumindest die Art des Kontextes vor Augen. Mit dem jetBook von ECTACO ist das anders, da es keine Seiten in dem Sinne gibt. Es mag eine Frage der Gewöhnung sein, jedenfalls ist es noch so, dass ich mir schlechter merken und mich weniger genau an bestimmte Stellen erinnern kann.

Abschließend noch eine Bemerkung zu der Tatsache, dass das jetBook von ECTACO so klein ist und gleichzeitig doch eine Menge Bücher fassen kann. Da denkt man sogleich an eine längere Reise und den Vorteil des leichteren Gepäcks. Wenn ich mir es recht überlege, trifft dieser Vorteil nur selten zu, bsw. für einen langen Leseurlaub in einer all-inclusive-Anlage.

Irgendwo: 20 Uhr – der Akku hält – woanders: vier Tage später – der Akku hält immer noch

In anderen Fällen ist es fraglich, ob man wirklich mehr als ein oder zwei Bücher lesen wird – ja ob man nicht weniger lesen wird, weil man mehr anfängt, verwirft und zur Auswahl hat (als Text sehen sich alle unterschiedlichen Bücher dann gleich, so dass man sie womöglich durcheinander bringt). Lese ich aber ein oder zwei Bücher im Urlaub, warum soll ich mich dann auf ein technisches Gerät verlassen und zusätzlich noch die Frage der Stromversorgung mit mir herumtragen?

Bisher war diese allerdings kein Problem. Der Akku hält nun schon den vierten Tag, das heißt sicher fünf oder sechs Stunden. Ich habe oft ein- und ausgeschaltet und einige Funktionen ausprobiert, so dass ich die “über 20 Stunden Akkulaufzeit”, die ECTACO für das jetBook angiebt, bestätigen kann.

Weitere Informationen zum eBook Reader Ectaco Jetbook und einen Preisvergleich gibt es auf Ebookreader-Vergleich.de.



Kategorie: Ectaco Jetbook
One Comment to

“Ectaco Jetbook: Akku, Augen und Notizen – Testbericht II”

  1. On Februar 16th, 2010 at 08:06 Ebook-on-Tour.de: Ebookreader im Test - » Blog Archive » Ectaco Jetbook Lite im Test (3): Wie leistungsstark ist der Mini Reader wirklich? Says:

    [...] schon unser Tester Thomas bei seinem Test des Ectaco Jetbook festgestellt hat, ist das Lesen auf dem TFT-Display, anders als auf einem PC-Bildschirm, nicht [...]

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