Erfahrungen mit dem eBook Reader Sony PRS 600 Touch – Der Profi-eReader im Test
Autor: cai am 24. Dezember 2009Der eBook Reader Sony PRS 600 Touch ist der eReader mit den meisten Funktionen, zumindest von denen, die ich bisher in der Hand gehalten habe. Neben einem Touchscreen bietet der PRS 600 eine Handschrifterkennung und eine virtuelle Tastatur um Notizen und Anmerkungen zu machen: Entscheidend für eBook Reader, wenn sie auch zum Arbeiten und nicht nur zum Lesen geeignet sein sollen.

Der Sony PRS 600 Touch
Touchscreen und Drag&Drop: Kinderleichte Menüführung des Sony PRS 600 Touch
Das gut verarbeitete Äußere des Sony PRS 600 Touch ähnelt dem des Sony PRS 505, allerdings läuft die Benutzung anders. Entweder per Fingerdruck oder mittels des Eingabestiftes lässt sich der Sony PRS 600 Touch mit Berührungen steuern, sei es im Menü, den Optionen oder für das einfache Seiten-Umblättern beim Lesen eines eBooks.
Anders als beim Opus sind wenige Bücher auf dem eBook Reader Sony PRS 600 Touch vorinstalliert. Auch eine umfangreiche Anleitung fehlt, die Bedienung soll intuitiv funktionieren. Das funktioniert auch, die Touchfunktion und ie umfangreichen Funktionserklärungen im Menü tuen ihr Übriges für eine leichte Steuerung.
Ein eBook auf einen eBook Reader laden, das geht ebenfalls einfach, per Drag&Drop, auch wenn zudem die Möglichkeit besteht die Sony Bibliothek (ein besonderes Programm zur Verwaltung digitaler Inhalte) kostenfrei online herunter zuladen und die elektronische Büchersammlung so zu ordnen. Das Zusammenstellen von Büchersammlungen funktioniert als zusätzliche Menüfunktion auch auf dem eBook Reader, auch wenn das Verschieben der digitalen Inhalte zwischen Ordnern oder das Umbennen von Dokumenten leider nur über den PC möglich ist.
Anmerkungen, Notizen und Markierungen: Sony PRS 600 Touch zum Arbeiten geeignet
Das Lesen auf dem PRS 600 Touch ist ebenso komfortabel wie auf dem PRS 505, dank des eInk.-Bildschirms. Ich frage mich, ob die Verzögerung beim Laden einer neuen Buchseite, die bei dieser Art von Display unumgänglich ist, Probleme beim Notizen machen und Anmerkungen schreiben hervorruft. Beim Lagesensor des Cybook Opus ist das ja der Fall. Die Antwort beim eBook Reader PRS 600 Touch lautet Jein. Benutzt man die virtuelle Tastatur, um Anmerkungen zum Text zu schreiben, ist die Touch-Bedienung vollkommen unproblematisch, nicht einmal auf dem iPhone lässt sich komfortabler schreiben.
Beim handschriftlichen Schreiben im eBook selbst hingegen sind gerade und exakte Striche nahezu unmöglich. Wer allerdings dort nur kurze Anmerkungen (ohne virtuelle Tastatur direkt mit dem mitgeliefertem Eingabestift) machen will bzw. nur kurze Korrekturen an den Rand schreibt, kommt auf dem geringen Platz neben dem angezeigten Text recht gut zurecht.
Eine weitere Option bei der Textbearbeitung: Ich kann mir einzelne Stellen grau markieren, also zum Beispiel wichtige Zitate oder Absätze. Die Originalseitenzahlen vom gedruckten Buch laufen am rechten Rand des Displays gut sichtbar immer mit, so dass ich die Markierungen auch wieder finde, wenn ich mir einen kurzen Vermerk mit der Seitenzahl gemacht habe. Notizen und Anmerkungen werden separat gespeichert und sind in einem eigenen Ordner mit zwei Klicks übersichtlich erreichbar.
Fazit: Kindermacken, aber großes Potential
Aber es gibt auch einen ersten Nachteil des Sony eBook Reader PRS 600 Touch. Angebrachte Notizen konnte ich bei meinem Test nicht auf meinen PC kopieren, sie sind folglich ausschließlich auf dem eBook Reader lesbar, an Ausdrucken des korrigierten Dokuments ist also nicht zu denken. Ein zweites Manko, aber nur ein kleines: Sony liefert wie auch schon beim PRS 505 keinen Netzstecker mit, das Laden des Akkus funktioniert erstmal nur via USB-Kabel.
Dennoch: Der eBook Reader PRS 600 Touch ist der eReader mit dem größten Potential. Mit ihm ist nicht nur das Lesen möglich, sondern auch Arbeiten. Für Studenten ideal, wenn man nicht ständig zig Bücher mitschleppen will. Gerade bei Büchern, die man nicht schnell liest, sind mit dem PRS 600 Touch wichtige Stellen in der digitalen Buchstabenflut markier- und kommentierbar – wenn man sich kurz hält. Zudem ist die Menüführung, anders als zum Beispiel beim Ectaco Jetbook, wirklich rein intuitiv.
Lesen sie ausführliche Testberichte zum eBook Reader Sony PRS 600 Touch und anderen gängigen eReadern auf eBookReader-Vergleich.de. Weitere Sony PRS 600 Touch Testberichte erscheinen hier in Kürze.