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Studenten testen eBook Reader

Kostenlose eBooks: Nicht nur Literatur für Studenten umsonst

Autor: cai am 4. Januar 2010
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Wie kann ich meinen eBook Reader kostenlos mit eBooks füllen? Woher bekomme ich Literatur für mein Studium kostenlos? Diesen Fragen bin ich nachgegangen, hier meine Tipps.

Zunächst eine Info rund um den eBook-Markt. Einem Artikel auf Sz.de zufolge sind die Käufer von eBooks zwischen Ende 20 und Anfang 40. Studenten sind damit momentan nicht die bevorzugte Zielgruppe für den Verkauf von eBook Readern. Dennoch, Bibliotheken im ganzen Land rüsten auf, schon jetzt können Inhaltsverzeichnisse von Büchern digital angezeigt werden. Das bietet zum Beispiel die UB der LMU. Gut bei der Titel-Recherche für die anstehende Hausarbeit.

Die größte Käufergruppe, Männer zwischen 20 und 40, bevorzugen Sach- und Wissenschaftsbücher, während Frauen eher Romane kaufen würden. Für alle, die auf der Suche nach im besten Fall (kostenlosen) wissenschaftlichen Titeln sind, um sich den Gang in die Bibliothek und die zum Teil hohen Anschaffungskosten des gedruckten Buches zu sparen, hier eine Auswahl von mir.

Internet Archive

Lesen.net zufolge hat das Internet Archive noch vor Google Books die größte Textsammlung im Angebot. 2,5 Millionen Dokumente und 1,8 Millionen Texte werden kostenlos zum Download von dem gemeinnützigen Projekt angeboten. Die Texte liegen im pdf-Format vor und können seit neuestem auch in das mobi-Format (für den Kindle) und epub-Format konvertiert. 168.000 Dokumente in deutscher Sprache stehen zur Verfügung, darunter aber auch einzelne Texte, Notenblätter und einzelne Zeitungsausgaben, aber bei der Recherche lässt sich mit Sicherheit das ein oder andere passende Buch gefunden. EIn Blick lohnt sich.

Google Books

Google Books bietet trotz urheberrechtlicher Probleme bereits weit über 1 Million digitale Bücher an (die meisten auch im ePub-Format), zumeist von Autoren, die vor über 70 Jahren verstorben sind. Wenn man also ein passendes Buch gefunden hat, lohnt es sich immer, das Buch via Google Books zu suchen. Der Vorteil: Weil das Internetunternehmen die Originale einscannt, sind zum Til auch unterschiedliche Ausgaben online verfügbar.

Project Gutenberg

Das ist bei der nicht-kommerziellen Initiative “Project Gutenberg” nicht der Fall. Dort stehen lediglich die Texte zur Verfügung, allerdings nur, wenn die Autoren seit über 70 Jahren tot sind und das Urheberecht abgelaufen ist. Aktuell werden knapp 5.000 Bücher, über 20.000 Gedichte und an die 5.000 Fabel und Sagen kostenlos angeboten.

DigBib.org

Auf DigBib.org bin ich ganz zufällig gestoßen. Ich war auf der Suche nach einem Buch von Kafka und bekam dort den Text kostenlos und frei Haus. Ich kann das eBook im pdf-, -txt und html-Format speichern oder direkt ausdrucken. Die freiwillige private Initiative bietet allerdings bei weitem die geringste Auswahl, lediglich einige Liebhaber-Stücke sind dort verfügbar. Dennoch ein Blick lohnt sich, vor allem wenn man auf der Suche nach einem Klassiker zum Entspannen ist.

Europeana

Ein halbes Jahr nach Gründung der europäischen Initiative Europeana sind bereits 4,6 Millionen Dokumente digitalisiert oder verlinkt. Bis zum offiziellen Start des Projekts Anfang diesen Jahres sollen rund 10 Millionen Dokumente bereit stehen. Doch das Ziel, das komplette europäische Wissen digital zu speichern ist Europeana (noch) ein gute Stück entfernt. Aktuell stehen die meisten Dateien (ein Dokument muss bei Europeana nicht unbedingt ein komplettes eBook sein) in französischer Sprache zur Verfügung, 15% des Contents ist in deutscher Sprache erhältlich. Auch hier sind die meisten digitalen Dokumente Klassiker und Werke von Autoren, die seit über 70 Jahren tot sind.

Zudem bieten einige Anbieter auf ihren Plattformen neben den herkömmlichen zu bezahlenden eBooks auch kostenlose Bücher. Ob die allerdings für wissenschaftliche Zwecke geeignet sind, hängt vom Einzelfall ab. Ein Blick lohnt sich dennoch, vor allem wenn man Belletristik sucht. Eine kostenlos-Sparte bieten neben Beam eBooks weitere Anbieter, eine Übersicht sehen Sie auf ebookreader-vergleich.de.

In einigen Tagen werde ich die Studentenbibliotheken auf ihr eBook-Angebot abklopfen und auch einige Angebote für nicht-geisteswissenschaftliche Studenten zusammen stellen.





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